Die Grafik zeigt die Entwicklung der gesetzlich geregelten Normalarbeitszeit in Wochenstunden.
Im Jahr 1919 wurde der 8-Stundentag bei einer 6-Tagewoche eingeführt. Die Forderung “8 Stunden Arbeit, 8 Stunden Freizeit, 8 Stunden Schlaf” gab es seit 1890.
In den frühen 1970er Jahren setzten die Gewerkschaften in einem Generalkollektivvertrag die schrittweise Reduktion auf die 40 Stundenwoche durch.
Die in der Corona-Krise stark angestiegene Arbeitslosigkeit entfacht 2020 eine neue Diskussion über Arbeitzeitverkürzung.
Die Grafik zeigt die durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitstunden von Vollzeitbeschäftigten im Jahr 2019
Österreich ist im EU-Vergleich nach Malta und Zypern an der Spitze der langen Arbeitszeiten
Quelle: Arbeitskräfteerhebung, Eurostat
Die Grafik zeigt die zeitliche Entwicklung der Wochenstunden von Vollzeitbeschäftigten von 2005-2019
Österreichs verzeichnete in den letzten Jahren eine positive Entwicklung, wonach die durchschnittliche Wochenarbeitszeit rückläufig war (u.U. auch durch die schwache Konjunktur).
Dennoch arbeiten Menschen in Österreich deutlich länger als im EU-15-Schnitt und auch als in Deutschland.
Quelle: Arbeitskräfteerhebung, Eurostat
Die Grafik zeigt die Zahl der geleisteten Überstunden im Jahr 2019 (in Mio.) nach beruflicher Stellung. Insgesamt waren es rund 261 Mio. Überstunden.
Die meisten Überstunden werden von Angestellten geleistet. Viele Beschäftigte sind auf die Überstunden-Zuschläge angewiesen.
Quelle: Arbeitskräfteerhebung, Statistik Austria (Sonderauswertung)
Die Grafik zeigt den Anteil von (un)vergüteten an den gesamt geleisteten Mehr- und Überstunden in Österreich nach Geschlecht für 2019
Nicht vergütet bedeutet, dass die Überstunde weder in Zeit noch in Geld abgegolten ist
Im Durchschnitt ist etwa jede 7. Überstunde in Österreich unvergütet, insgesamt sind das fast 40 Mio. Stunden
Frauen haben einen höheren Anteil an unvergüteten Überstunden als Männer
Quelle: Arbeitskräfteerhebung, Statistik Austria
Die Grafik zeigt den Anteil der unselbständig Beschäftigten, die innerhalb der letzten 2 Monate außerhalb der Arbeitszeit bezüglich ihrer Arbeit kontaktiert wurden.
Mehr als die Hälfte der Beschäftigten wurden in irgendeiner Form kontaktiert und/oder zur Mehrarbeit aufgefordert. Der Anteil der Kontaktaufnahme steigt mit der ausgeübten Tätigkeit.
Quelle: Statistik Austria (2016): Arbeitsorganisation und Arbeitszeitgestaltung, Modul der Arbeitskräfteerhebung 2015, S. 45
Die Grafik zeigt die Arbeitszeitwünsche nach ausgewählten Berufsgruppen in Prozent.
Während die meisten Beschäftigten mit ihrer Arbeitszeit zufrieden sind, würden viele Menschen gerne ihre Arbeitszeit verkürzen. Nur wenige würden gerne mehr arbeiten, vor allem in Branchen mit hohem Teilzeitanteil.
Quelle: Statistik Austria (2016): Arbeitsorganisation und Arbeitszeitgestaltung, Modul der Arbeitskräfteerhebung 2015, S. 37
Die Grafik zeigt die Arbeitszeitwünsche nach Beschäftigungsausmaß (Vollzeit/Teilzeit) und nach Geschlecht
Ein Viertel der Vollzeiterwerbstätigen wünscht sich, weniger zu arbeiten, wohingegen mehr als jede(r) fünfte Teilzeiterwerbstätige gerne mehr arbeiten würde. Arbeiten Männer in Teilzeit, so wollen sie um etwa fünf Prozentpunkte häufiger ihre Arbeitsstunden aufstocken als Frauen.
Quelle: Statistik Austria (2016): Arbeitsorganisation und Arbeitszeitgestaltung, Modul der Arbeitskräfteerhebung 2015, S. 107ff
Die Grafik zeigt die Gründe von Männern und Frauen für Teilzeitarbeit.
Der hauptsächliche Grund für Teilzeitarbeit von Frauen sind Betreuungs- und Pflegeverpflichtungen, während bei Männern Aus- und Fortbildung ein wichtiger Grund für Teilzeit ist.
Vor allem für Frauen ist eine Ausweitung der Arbeitszeit praktisch nicht mit weiteren Verpflichtungen vereinbar, da unbezahlte Arbeit zum überwiegenden Teil von Frauen geleistet wird. Eine gleiche Aufteilung der Verpflichtungen zwischen den Geschlechtern ist eine Grundvoraussetzung für eine erhöhte Erwerbsbeteiligung von Frauen.
Quelle: Mikrozensus 2019, Statistik Austria